Die Feuerwehr Lengfeld hat, unterstützt von den Kameraden des Löschzuges Heidingsfeld und von Einsatzkräften des Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Würzburg am Dienstag den 22.05.2007 eine Einsatzübung zum Thema „Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen“ durchgeführt. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Feuerwehren und dem Rettungsdienst zu trainieren und auch bei einem- anfänglichem Kräftemangel eine optimale Patientenversorgung zu gewährleisten.
Als Ausgangslage wurde folgendes Szenario angenommen: Eine Gruppe Kinder hat Fußball gespielt und ist dem auf die Straße rollenden Ball gefolgt. Ein dort fahrender roter PKW konnte den Kindern ausweichen, allerdings verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen eine Wand. Fahrer und Beifahrer dieses PKW wurden in ihrem Fahrzeug schwer eingeklemmt. Ein nachfolgender schwarzer PKW erfasste beim Ausweichen einen Jungen und prallte anschließend auf den roten PKW. Das Bein des Jungen wurde dabei unter dem schwarzen PKW eingeklemmt. Die eingesetzten Fahrzeuge sind ab 19:23 Uhr aus dem Sammelraum, in der Nähe des Übungsortes, zur Einsatzstelle mit der folgenden Information ausgerückt: „Verkehrsunfall mit 2 PKW, 2 oder 3 Personen in den Fahrzeugen, ein PKW brennt“. Gebrannt hat keines der Fahrzeuge. Diese Information wurde bewusst engesetzt, um die ersten Kräfte zu verwirren. Bis 19:40 sind alle Kräfte vor Ort gewesen. Die Besatzungen des ersteintreffenden Löschgruppenfahrzeuges der FF Lengfeld (40/1) und des ersten Rettungswagen (RTW) mussten sich ein Bild der Lage machen, Kräfte nachfordern und lebensrettende Sofortmaßnahmen einleiten.
Nach dem Eintreffen weiterer Feuerwehrkräfte (Würzburg 5/40/1 und Lengfeld 48/1) konnte der Zugführer seine Einsatzstelle neu gliedern und den einzelnen Gruppen weitere Aufgaben verteilen. Dies geschah in Absprache mit dem Einsatzleiter Rettungsdienst und den Notärzten, die nach medizinischer Notwendigkeit die Reihenfolge der Patientenrettung festgelegt hatten. Der Rettungsdienst wurde durch einen RTW, einen Krankentransportwagen (KTW), zwei Notärzte ergänzt. Um 20:26 wurde der vierte eingeklemmte Patient aus seinem Fahrzeug befreit und mit dem Rettungswagen abtransportiert.
Um die Verletzungen möglichst realistisch darzustellen wurden die acht mitwirkenden Statisten vom Team derRealistischen Unfalldarstellung des BRK geschminkt. Die 37 Teilnehmer sind von fünf Schiedsrichtern beobachtet worden um Schwachstellen zu erkennen und diese in der kommenden Aus- und Fortbildung zu beseitigen. Besonderer Dank gilt der Fa. Würzburger Kranverleih und Bergungsdienst GmbH, die ihr Firmengelände für die Durchführung der Übung zur Verfügung gestellt hat und bei der Vorbereitung der Unfallfahrzeuge tatkräftige Unterstützung geleistet hat.